SL-Ausfahrt 2023

Fünf Seen, drei Pässe und eine Tropfsteinhöhle

SL-Ausfahrt 12.–13. August 2023

Text: Marlène Kropfli; Fotos: Marlène Kropfli (5), Gary Massatti (8)

Eine kleine Gruppe aus unserer Gegend hatte sich zur Vortagesanreise nach Altdorf angemeldet und wir starteten gemeinsam von uns zu Hause aus. Als wir Richtung Grenchen fuhren, hörten wir schon die F/A-18, die von «Fönsi» geflogen wurde. Zwischendurch gab es Display-Shows der Schweizer Luftwaffe am Flugplatz in Grenchen. Die Personen, die am Strassenrand standen, hatten dennoch Zeit, einen Blick auf unsere schönen Oldtimer zu werfen, obschon die Flug-Show gewaltig war.

In Mauensee machten wir einen Boxenstop und kühlten uns mit einem Getränk oder einem Glacé ab. Da sich der Stau auf der Autobahn nicht auf­lösen wollte, wie uns Google Maps anzeigte, zogen wir es vor, dem Sempachersee entlang zu fahren und via Malters Luzern zu umfahren und erst ab Kriens die Autobahn zu nutzen.
Mit einer kleinen Verspätung trafen wir in Altdorf im Hotel «Höfli» ein und bezogen unsere Zimmer.

Vor dem Apéro begrüssten wir die Vortagesanreisenden und überreichten ihnen die Unterlagen zur Ausfahrt in einer aus PET recyclierten Tasche mit MBVC-Logo und SL-Ausfahrt-Aufdruck. Als Geschenk haben wir dieses Jahr «Gugelhöpfli» organisiert, ein Gebäck der Zumbach Bäckerei mit Filialen in der Umgebung von Zug.
Es hat uns sehr gefreut, dass bereits so viele Teilnehmer am Vortag angereist sind, obschon wir die Ausfahrt dieses Jahr zentral in der Schweiz geplant haben. Bei schönstem Wetter konnten wir den Apéro sowie das anschliessende Abendessen, ein wunderbar zartes Roastbeef, draussen auf der Terrasse geniessen. Vielen Dank an das Team des Hotel Höfli.

Besammlung vor dem «Höfli» in Altdorf

Laufend fuhren die schönen SL’s unserer Mitglieder auf den Parkplatz des Hotels Höfli. Als alle Reiseunterlagen ausgehändigt und die Teilnehmer durch Kaffee und Gipfeli gestärkt waren, ertönte das obligate Hupen. Nach der offiziellen Begrüssung aller Teilnehmer erfolgte ein kurzes Briefing durch Bernhard.

Die Reise führte uns zuerst Richtung Klausenpass. Da es kaum Verkehr hatte, konnten wir mit den SL’s etwas zügiger auf den Pass hochfahren, der sich in einer Höhe von 1’952 Meter befindet. Dort fanden wir allerdings wesentlich mehr Betrieb vor, als wir dies bei unseren Erkundungen vorab je hatten. Dennoch konnten wir alle Fahrzeuge unter Nutzung zweier Parkplätze abstellen und die Aussicht geniessen. Nach einer Viertelstunde machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Glarnerland. Schon bald jedoch fuhren wir hinter einem Alp­abzug her. Die Kühe trotteten gemütlich hinunter und wir schauten dabei zu und warteten. Die Fahrt führte uns zum Wägitalersee.

Wägitalersee

Vielen von uns war dies ein unbekannter Ort, wie für mich zuvor auch. Vor dem Gasthaus Stausee waren die Parkplätze für uns abgesperrt. Die restlichen Teilnehmer konnten den öffentlichen Parkplatz gerade neben dem Restaurant nutzen und Bernhard händigte die Parktickets aus. Gestärkt durch den Hackbraten machten wir uns wieder auf die Fahrt. Auch hier ein herzliches Dankeschön an das Team des Restaurants Stausee für das feine Essen und die freund­liche Bedienung.

 

Am Nachmittag war «freies Fahren» angesagt und jedes Team durfte ausprobieren, ob die Beschreibungen im Roadbook verständlich sind. Die Route führte über die Sattelegg sowie die Ibergeregg. Einige machten auf der Ibergeregg oder sonst unterwegs einen Halt, andere fuhren direkt zum Hotel. Nach unserem Zwischenhalt kurz vor Schwyz führte uns die Reise weiter Richtung Unter­ägeri ins Seminarhotel am Ägerisee. Die Einstellhalle war für uns reserviert. Nach dem Beziehen der Hotelzimmer blieb uns genug Zeit, um einen Spaziergang zu machen oder sonst zu verweilen.

Auf der Abfahrt vom Klausen musste die Wagenkolonne ihr Tempo einer ­voraustrottenden Kuhherde anpassen

Der Ägerisee ist ein 7,2 km langer See im Kanton Zug, der durch einen Gletscher entstanden ist und in den Schwyzer Alpen auf einer Höhe von 724 ­Meter liegt. Sein Hauptzufluss ist der Hüribach; Abfluss ist die Lorze.

Ägerisee

Da wir immer noch vom Wetterglück profitieren konnten, wurde der Apéro mit den feinen «Häppli» draussen serviert. Die Zeit verging sehr schnell und wir begaben uns Richtung Speisesaal, wo uns das Abendessen serviert wurde. Nach dem feinen Salat kam dann zum Weisswein der Fisch, wenn er kam… Nach dem Hauptgang und dem Dessert trafen sich die meisten MBVC-Freunde in der Bar zu einem Schlummertrunk wieder.

Sternen-Parade vor dem Seminarhotel am Ägerisee

Nach dem ausgiebigen Frühstück ging die Reise weiter. Wir kolonierten vor dem Hotel die Autos auf, damit wir gemeinsam die nächste Etappe in Angriff nehmen konnten. Bernhards Vorgesetzter, der gerade um die Ecke vom Hotel wohnt, war so begeistert von unseren Oldtimern, dass er mit dem Handy am Strassenrand stand und ein Video machte. Bei wunderbarem Sonnenschein fuhren wir ­gemütlich zu den Höllgrotten in Baar. Mit gutem Schuhwerk ausgerüstet konnten wir die weltweit einzigartigen Tropfsteinhöhlen im Lorzentobel besichtigen. Wer lieber ein kühles Getränk vorzog, ging mit Bernhard ins Restaurant Höllgrotten zu Benzingesprächen.

 

 

Mit vielen traumhaften Eindrücken von den Höllgrotten nahmen wir die letzte Etappe der SL-Ausfahrt in Angriff. Die Fahrt führte uns nach Hägglingen ins Restaurant Maiengrün auf den für uns reservierten Parkplatz. Auf der Terrasse konnten wir ein feines Glas Yvorne geniessen und mit unseren Freunden nochmals die schönen gemeinsamen Stunden Revue passieren lassen. Und Peter konnte seinen Geburtstag mit seinen Clubkollegen feiern. Das Geschenk fiel leider bescheiden aus, aber es kam von Herzen.

Die Höllgrotten und der Aussichtsturm Maiengrün waren zwei der Highlights dieser Ausfahrt

Einige bestiegen den Aussichtsturm Maiengrün vor dem Mittagessen, andere danach anstelle eines Verdauungsspaziergangs. Das Maiengrün – der höchste der sieben Hügel im Nordwesten des ­Dorfes – ist zu einem Wahrzeichen von Hägglingen geworden. Auf dem obersten Zipfel wurde der ­Maiengrün-Turm erstellt. Bei klarem Wetter geniesst man auf der Aussichtsplattform eine wunderbare Aussicht. Zwischen grünen Tannenspitzen hindurch öffnet sich der Blick vom Alpenkranz bis hin zum Schwarzwald.

«Fuhre Mist»

Nach der traumhaften Aussicht, die ich vor dem Mittagessen bewunderte, konnten wir die Spezialität vom Restaurant Maiengrün geniessen – eine Fuhre Mist. Ich denke, jeder, der das Handy bereit hatte, schoss ein Bild. Bevor das Dessert serviert wurde, ergriff unser Präsident Gary das Wort und dankte uns im Namen aller Teilnehmer für die Organisation der «Jahres-SL-Ausfahrt». Wir erhielten beide eine Flasche Wein mit unserem Namen angeschrieben. Vielen lieben Dank! Es hat uns viel Freude bereitet mit Euch allen unterwegs zu sein. Auch dankte Gary dem Maiengrün-Team für das feine Essen und die freundliche Bedienung.

Die Organisatoren Marlène und Bernhard Kropfli

Nach dem Dessert herrschte wie üblich Aufbruchstimmung. Wir bildeten eine kleine Gruppe und nahmen den Weg nach Hause gemütlich in Angriff. Die Gruppe wurde auf Grund der Wohnorte immer kleiner. Der letzte «harte Kern» entschied sich, in Walliswil bei Niederbipp noch im Restaurant Oberli einzukehren. Jetzt fielen die ersten Regentropfen, die uns unter dem Schirm überhaupt nicht störten. Anschliessend hiess es dann auch hier Abschied nehmen. Leider wollte anschliessend unsere Pagode keinen Gang mehr einlegen. Zum Glück waren Schumi und Trix dabei und halfen uns weiter…

 

Sihlsee

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