Frühlingsausfahrt 2023

Reizvolle Tour mit einigen Überraschungen

Frühlingsausfahrt des Stamms Zürichsee/Graubünden 6. Mai 2023

Der Stamm Zürichsee/Graubünden hatte eingeladen zur ersten Ausfahrt des Jahres 2023. Vom Clublokal in Siebnen ging die Fahrt auf überwiegend kleinen Nebenstrassen ins schöne Zürcher Oberland. Neben einer spannenden Fahrzeugmuseumsbesichtigung erwarteten die Teilnehmer einige Überraschungen und gute Kenntnisse des eigenen Oldtimers waren gefragt.

Stammleiter Dirk Westphalen begrüsst die 54 Teilnehmenden

Text: Dirk Westphalen; Fotos: Gary Massatti (3), Dirk Westphalen (1)

Zum Auftakt mit Kaffee und Gipfeli im Stammlokal Hotel & Restaurant Schäfli in Siebnen trafen sich 54 Teilnehmende mit 29 Fahrzeugen. Dass es diesmal nicht eine übliche Ausfahrt mit Konvoifahren werden würde, merkten die Teilnehmer schnell bei der Ausgabe des Roadbooks und der Einweisung in die Fahrstrecke durch den Stammleiter Dirk Westphalen.

Und so hatte das Organisationsteam nämlich einige «Überraschungen» in die Fahrstrecke eingebaut. Das Roadbook enthielt neben der genauen Streckenbeschreibung auch zwei Bilderrätsel, bei denen es darum ging, zwei Kirchen auf der Strecke zu erkennen.

Dann ging es im Ein-Minuten-Abstand los auf die Strecke zum ersten Tourabschnitt. Dieser führte über grösstenteils schöne Nebenstrassen durch die Kantone Schwyz und St. Gallen ins Zürcher Oberland.

Blick zurück vom Golfplatz Nuolen über die Linthebene

Hingen anfänglich noch ein paar dunkle Wolken am Himmel, verzogen diese sich doch rasch und ein schöner und sonniger Tag zeigte sich alsbald von seiner besten Seite.

Mittels eines «Aromatdöschen-Massstabs» wurde der Durchmesser des Oldtimer-Pneus nachgemessen

In Wald ZH wurden die Fahrzeuge auf einen grossen Parkplatz gewunken. «Aromat wird dieses Jahr 70 Jahre alt» war der Auftakt zur ersten Auf­gabe. «Wie viele von den Mini-Aromatdosen, die neben Salz und Pfeffer auf keinem Restauranttisch fehlen dürfen, entsprechen übereinandergestapelt dem Durchmesser Eures Oldtimer-Pneus?», lautete die Frage, die für Erstaunen und auch Heiterkeit gleichermassen sorgte.

Hier waren also Kenntnisse über die eigene Reifengrösse und ein geschultes Auge gefragt. Einige Teilnehmer wussten doch ziemlich gut Bescheid oder aber waren sehr gut im Abschätzen.

Nachdem diese erste Aufgabe gelöst war, ging es sogleich wieder weiter. Das Ziel des ersten Tourabschnitts war das Fahrzeugmuseum der Familie Junod in Bäretswil. In diesem privaten Museum werden auf 1’400 Quadratmetern die über viele Jahre hinweg zusammengetragenen Schätze gezeigt, darunter natürlich klassische Automobile, aber auch Motorräder, Traktoren, und sogar ein Mirage-Flugzeug und Panzer sind dort zu sehen. Hinzu kommen viele Accessoires der vergangenen 100 Jahre. Für uns wurde eine private Führung in drei Gruppen organisiert. Von den fachkundigen Führern wurde uns so auch noch einiges Hintergrundwissen und die eine oder andere Anekdote vermittelt.

So erfuhren wir zum Beispiel, dass in Pfäffikon ZH auch einmal Autos hergestellt wurden. Die Firma Minelli existiert übrigens heute noch. Oder dass zwei Schweizer Brüder in Kalifornien in den siebziger Jahren Autos gebaut haben.

Dicht gedrängt werden im Fahrzeugmuseum in Bäretswil die Oldtimer aus aller Herren Länder präsentiert

Wer gut zugehört hatte, war danach im Vorteil. Denn bevor es wieder weiter ging, musste als zweite Aufgabe ein Bogen mit Fragen zu den Ausstellungsstücken ausgefüllt werden.

Der zweite Tourabschnitt führte uns weiter durchs reizvolle Zürcher Oberland, ein kleines Stück entlang dem Greifensee und über den Pfannenstiel zu unserem Zielort nach Grüningen.

Auf dem Weg dahin gab es noch die zweite Fahrzeugprüfung. Auf einem Parkplatz bei Forch galt es, den Oldtimer neben einem Begrenzungspfosten so zu parkieren, dass die geöffnete Beifahrertür möglichst nahe an diesen heranreichte, ohne ihn zu berühren. Je kleiner der Abstand, desto besser die Bewertung. Hier waren gutes Fahrzeuggefühl und genaues Rangieren gefragt.

Der letzte Streckenabschnitt führte uns bei mittlerweile bestem Wetter zum Restaurant Adler nach Grüningen. Die Temperaturen waren sehr angenehm, die Sonne schien, und so konnten wir den Apéro draussen im Hof geniessen. Hier gab es natürlich viel zu erzählen, wie es den Teilnehmenden denn unterwegs bei den Prüfungen so ergangen war und wie man das Fahren nach Roadbook gemeistert hatte.

Bei Speis und Trank und interessanten ­Gesprächen klang der Anlass im «Adler» Grüningen aus

Das Restaurant verwöhnte uns im Anschluss mit einem feinen Drei-Gang-Mittagessen. Und natürlich durfte zum guten Abschluss der Ausfahrt eine Siegerehrung mit Preisverleihung für die ersten drei Plätze nicht fehlen sowie die Danksagung an die freiwilligen Helfer, ohne die die Ausfahrt so nicht möglich gewesen wäre.

Es war eine tolle Frühlingsausfahrt mit Euch! Bis zum nächsten Jahr und seid gespannt auf unsere neuen Ideen!

 
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